Der Statistikbetrieb IT NRW zeichnet eine düstere Prognose für das Extertal. Im Jahr 2040 soll der Bevölkerungsrückgang im Extertal mit einem Minus von 23,4 % ausfallen, während in ganz NRW die Bevölkerungszahl leicht um 0,9 % steigt. Darüber hinaus wird der Anteil der Menschen mit einem Alter von 65 und höher bis dahin um 38,2 % steigen.

Eine Prognose ist allerdings keine in Stein gemeißelte Prophezeiung:
Es zeigt das dringend Konzepte erarbeitet werden müssen, wie die Gemeinde diesem Trend des Bevölkerungsrückganges entgegenwirken und der sich verändernden Altersstruktur der Bevölkerung begegnen kann.

Darum beantragt die SPD Fraktion im Rat der Gemeinde die Entwicklung eines bedarfsgerechten, zukunftsorientierten Wohnraumkonzepts unter Berücksichtigung der vorliegenden Befragungsergebnisse durch Marketing Extertal (Ortskern).

Die Gemeinde und die Politik sollen gemeinsam einen Rahmen festlegen, um ein Wohnraumversorgungskonzept mit der Zielsetzung einer langfristigen Sicherung und Stabilisierung der Gemeindeentwicklung in den Dörfern und Ortskernen herzustellen.

 

Folgende Ziele sollte dieses bedarfsgerechte, zukunftsorientierte Wohnraumversorgungskonzept beinhalten:

  • Wohnraummanagement für Mieter und Eigentümer:
    • Mietraumbörse
    • Wohneigentumsbörse
  • Quartierskonzepte für Bevölkerungsgruppen in den Ortsteilen
    • Senioren*innen (z.B. Masterplan altengerechte Quartiere. NRW)
    • junge Familien und Alleinerziehende
    • Kinder- und Jugendliche
    • wohnortnahe Netzwerkstrukturen und Wohnformen unter Berücksichtigung und Stärkung der Selbsthilfe und Selbstorganisation
  • Förderungsmöglichkeiten aufzeigen
    • Wohnraumförderung (Land, Bund, EU)
  • Förderung Bürgerschaftliches Engagement
  • Mitwirkung in Ortsteilmarketingprozessen und Gemeindeentwicklungsprojekten, an Zukunfts- und Planungswerkstätten

 

Nachfolgende Ziele sollten in der o.g. Aufgabenstellung zukünftig verstärkt berücksichtigt werden:

  • Ausbau Digitalisierung in den Dörfern
    • Gesundheit 4.0
    • Nahversorgungskonzept
    • Grundlagen für Home-Office
    • Ausbau Lippe Funk in den Dörfern
    • Ausbau 4G und 5G
  • Mobilitätskonzept
    • Ausbau ÖPNV
    • Alternativ Mitfahrbörsen
  • Ehrenamtliche Fahrdienste
  • Mobilitätspass für Einkommensschwächere / Taxigutscheine

 

Dabei muss natürlich immer gleichzeitig geprüft werden, wie potenzielle Maßnahmen finanziert werden können – gibt es ggf. Förderungen vom Land, Bund, EU etc.? Wer wird Träger einer Maßnahme – externe Trägerschaft oder sollte die Kommune der Träger sein?

Viele der angesprochenen Maßnahmen betreffen natürlich auch benachbarte Kommunen:
Darum sollte immer auch eine interkommunale Zusammenarbeit geprüft werden.

 

Quellen

Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), Statistisches Landesamt
Bundesagentur für Arbeit (Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte)

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*
*

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.