Die SPD Fraktion im Rat der Gemeinde Extertal hat einen Antrag auf Prüfung der Rahmenbedingungen beim Repowering von Windkraftanlagen eingebracht.

Die Windenergie im Extertal erlebte in den vergangenen zwei Jahrzehnten einen Ausbau-Boom. Neue, aussichtsreiche Standorte für Windenergieanlagen sind dadurch allerdings auch knapper denn je. Das Repowering spielt aufgrund dieser Auslastung künftig eine wichtige Rolle bei Investitionen in die Windenergie im Extertal.

 

Immer mehr Anlagen haben ein Alter erreicht, in dem sich ein Repowering wirtschaftlich lohnt. Dies sind die Modelle, die im Vergleich zu heutigen Windenergieanlagen mit kleiner Turbinenleistung dimensioniert sind oder durch ihr höheres Alter einen Anstieg bei Wartungs- und Betriebskosten vor sich haben.

Fazit: Das Repowering Potenzial wächst und bietet gleichzeitig die Chance, bestehende Standorte mit Ihren Windenergieanlagen noch besser und effizienter auszunutzen.

Jetzt zeigt uns aber gerade Silixen mit dem Vorhaben der Firma Prowind, dass die neueren Anlagen Ihre Effizienz nicht nur mit neuer Turbinentechnik, sondern überwiegend Ihre Nennleistung durch eine größere Gesamthöhe erreichen.

Silixen das mit erneuerbaren Energiekonzepten schon immer ein Vorreiter gewesen ist zeigt uns, dass das Motto „höher, größer, weiter“ nicht der Maßstab für ein Dorf oder eine Gemeinde beim Thema Windenergie sein kann und darf. Mittlerweile zeigen sich schon Risse im Dorfleben zwischen PRO- und GEGENWIND. Es ist wichtig hier die Kirche im Dorf zu lassen und einen Dialog zu führen, auch wenn die Entscheidungen nicht mehr im Extertal getroffen werden

Dieser Riss im Dorf- bzw. im Gemeindeleben zeigt die große Tragweite zwischen den Interessen der Industrie, Investoren, Bürgern*innen und auch der Politik.

Mit unserem Antrag soll hier ein Rahmen abgesteckt werden, der auf der einen Seite das Know-how und die Entwicklung der Anlagentechnik berücksichtigt, aber auch mögliche Konflikte mit dem Naturschutz sowie die Belange der Bürger*innen  in besonderem Maße berücksichtigt.

Die älteren Windenergieanlagen genießen überwiegend eine  Akzeptanz in der Bevölkerung, leisten einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und schonen durch die weitere Nutzung bestehender Infrastruktur Ressourcen.

Deshalb sollen die neuen Regeln ermöglichen, dass  das Ersetzen vieler alter Anlagen in Vorranggebieten durch neue, moderne und effiziente Windenergieanlagen ihre Leistungssteigerung durch den Einsatz effizienterer Technologien des Getriebes und der Generatoren erhalten und nicht durch größere Gesamthöhen, Rotordurchmesser und Nabenhöhe.

Uns ist wichtig zu zeigen was nötig ist – nicht was möglich ist.

Regenerative Energien ja, aber nur solange unser Dorf- oder Gemeindeleben darunter nicht leidet. Hier sind Lösungen möglich und nötig.

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