Die Gemeinde Extertal lebt vom Miteinander der Generationen. Es bestimmen vor allem die Abwanderung der Jungen und die Lebenszeitverlängerung die demografische Entwicklung im ländlichen Raum, was zu einer Überalterung der verbleibenden Bevölkerung führt. Dieser demografische Wandel ist die größte Herausforderung, der wir uns hier in der Kommune stellen müssen. Ein Zusammenhalt der Generationen muss mit aller Kraft gefördert werden, es gilt zusammen zu führen und nicht zu trennen oder gar zu polarisieren. Begegnung von Jung und Alt ist in vielen Bereichen des Lebens möglich und fördert das Verständnis füreinander. Bildungsangebote, Formen der Freizeitgestaltung sind darauf zu überprüfen und im Bedarfsfall anzupassen.

 

Für die SPD Extertal ist es besonders wichtig, den Anspruch auf eine familienfreundliche Gemeinde durch überzeugende Angebote zu betonen. Die betrifft alle Bereiche – vom vorschulischen Betreuungsangebot über die offene Ganztagsschule bis hin zum Angebot an Wohnraum für alle Lebensformen, vom Bildungsangebot für alle Altersgruppen bis hin zu Sport- und Freizeitaktivitäten für alle.

 

Wichtige Initiativen und Anträge hierzu sind von uns in den letzten Jahren erarbeitet worden. Dazu gehört die Sicherung des Bestandes der Volkshochschule im Extertal als wichtiger Träger der Erwachsenenbildung genauso wie der Erhalt von Bücherei und Musikschule. Die Unterstützung der Freibadvereine durch die Festschreibung der Zuschüsse und die Verlängerung der Verträge sind weitere Bausteine. Besonders am Herzen liegt uns selbstverständlich auch die Unterstützung der beispielhaften Arbeit von JuKulEx als Träger der offenen Jugendarbeit, denn dieser Verein ermöglicht ein vielseitiges Freizeit- und Kulturangebot für Kinder und Jugendliche auch in den Ortsteilen. Die Förderung des Sports – hier unter anderem mit dem Bau des Kunstrasenplatzes und dem Erhalt aller Sporthallen – muss weiter im Fokus stehen, die Spielplätze in den Ortsteilen müssen gegebenenfalls modernisiert werden und damit attraktiver werden.

 

Die Strukturen in den einzelnen Ortsteilen – vor allem in den kleinen Dörfern – hat sich in den letzten Jahrzehnten sehr verändert. Die Versorgung erfolgt hauptsächlich in Bösingfeld, hier sind die großen Supermärkte zu finden, aber auch Ärzte und andere Dienstleistungen. Die Wohnimmobilien erfüllen häufig nicht die Standards von jungen Familien, Kindergärten und Schulen sind zentral in den größeren Ortsteilen zu finden und müssen mit dem Auto oder Schulbus angefahren werden. Barrierefreies Wohnen im Alter verbunden mit der Nähe zu Versorgungseinrichtungen (Geschäfte, Ärzte usw.) ist in den kleinen Dörfern kaum möglich. Es ist gut zu wissen, dass es in allen Ortsteilen gut funktionierende Dorfgemeinschaften und andere Vereine gibt, die sich um die Dorfbewohner und ihre Sorgen und Nöte kümmern und die ein kleines, aber feines kulturelles Angebot für alle Altersklassen bereitstellen. Diese Vereine müssen weiter Unterstützung erfahren.

 

Für ein familienfreundliches Extertal müssen wir die Dörfer für Jung und Alt attraktiver gestalten, Mobilität ermöglichen, eine bedarfsgerechte Nahversorgung stärken, die ärztlichen Versorgungseinrichtungen halten, die Kitas und Schulen ausbauen.

 

Die demografische Entwicklung ist eine Herausforderung für uns alle. Gleichzeitig sehen wir die Chance, Menschen zu uns zu holen, die aus den Städten in attraktive ländliche Bereiche umziehen möchten. Es gibt viele, die die Attraktivität der Großstädte infrage stellen und den ländlichen Raum für sich erobern. Diesen Menschen die Möglichkeit zu geben, die Balance zwischen Beruf, Familie und Freizeit zu finden, sehen wir als wichtige Aufgabe der Gemeinschaft im Extertal an.