Die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Ehrenamt wird in unserer heutigen Zeit immer schwieriger. Wenn dann noch eine chronische Krankheit dazu kommt, wird die Luft noch dünner. Ich persönlich bin ein Mensch, der sich nur zu 100 % einer Sache verschreiben kann. Nur halbe Kraft voraus gibt es bei mir nicht. Deshalb habe ich mich in letzter Zeit immer öfters gefragt: „Wie stellst du dir deine Zukunft vor und kannst du alle deine ehrenamtlichen Aufgaben und die Multiple Sklerose noch miteinander in Einklang bringen?“ In letzter Zeit lautet die Antwort immer wieder: „Nein“.

 

  • Ich bin Freifunker und habe das freie WLAN im Extertal vorangebracht. Im Flecken Bösingfeld und an vielen anderen Stellen im Extertal gibt es inzwischen kaum noch Stellen ohne freies WLAN
  • Ich unterstütze den TSV Bösingfeld, den JuKulEx e. V. und andere Vereine ehrenamtlich in Fragen der Digitalisierung – inzwischen sind unter anderem beide Homepages der Erstgenannten mein Werk
  • Ich bin im Vorstand des Zieglerverein Bösingfeld und versuche das Andenken eines wichtigen Handwerkszweiges der Region Lippe zu pflegen und aufrechtzuerhalten
  • Ich bin Kommunalpolitiker, bin Mitglied der SPD-Fraktion im Rat der Gemeinde Extertal und arbeite dort in verschiedenen Gremien mit. Zudem bin ich Teil des Arbeitskreises Digitalisierung der SPD-Fraktion des Kreises Lippe
  • Ich war zudem Vorsitzender des SPD Extertal Ortsverein

 

„War“, weil ich nach langem abwägen meinen Rückzug aus der Vorstandsarbeit des Ortsvereines auf einer Ortsvereinsversammlung am 12.06.2020 bekannt gegeben habe. Im Vorfeld habe ich dies bereits im Vorstand angekündigt. Durch die Tatsache, dass der Verein von einer Doppelspitze angeführt wird, musste kein Nachfolger gesucht werden. Irmtraut Reineke wird die Führung wieder allein übernehmen und durch den übrigen Vorstand in der Übernahme meiner Aufgaben unterstützt. Sicherlich ist der Zeitpunkt mit den anstehenden Kommunalwahlen unglücklich, allerdings kann ich wegen meiner gesundheitlichen Situation darauf im Moment keine Rücksicht nehmen.

Mein sozialdemokratisches Herz schlägt allerdings weiter. Deshalb werde ich mich nicht komplett aus der Extertaler Kommunalpolitik zurückziehen. Ich möchte gemeinsam mit engagierten Politikern aus allen Fraktionen zusammen daran arbeiten den Standort Extertal familienfreundlich, digitaler und attraktiver zu gestalten. Gerade die Veränderungen in unserer Gesellschaft durch die digitale Revolution machen es notwendig, dass sich althergebrachte Strukturen verändern, sodass viele BürgerInnen Möglichkeiten finden, sich an Entscheidungsprozessen zu beteiligen oder diese wenigstens transparenter nachvollziehen können.

Ich werde darum bei der Kommunalwahl im September im Bezirk Bösingfeld 4 zur Wahl des Rates der Gemeinde Extertal antreten. Die Genossinnen und Genossen haben mir für meine Kandidatur ihr Vertrauen ausgesprochen und mich als Kandidat gewählt.

Ich bedanke mich bei allen Genossinnen und Genossen, die mich in den letzten Jahren als Ortsvereinsvorsitzender unterstützt haben und wünsche allen weiterhin: Glück auf!

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